Die mittelständische Bauwirtschaft ist einer der größten und leistungsfähigsten Wirtschaftszweige unserer Volkswirtschaft. Den Kernbereich der Bauwirtschaft bildet das Baugewerbe. Alle Betriebe, die durch Bauleistungen dazu beitragen, Bauwerke zu errichten und zu erhalten, sind dem Bauhauptgewerbe und dem Ausbaugewerbe zugeordnet. Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe nimmt im Bauhauptgewerbe eine Spitzenposition ein.

Nicht allein das hohe wirtschaftliche Gewicht, sondern seine besondere Ausgestaltung verleiht dem Zimmerer- und Holzbaugewerbe die Rolle einer Schlüsselbranche. Wie kein anderer Zweig am Bau arbeitet das Zimmererhandwerk fachübergreifend, im Rohbau wie im Ausbau. Zimmerer sind aufgrund ihres breit angelegten Berufsbildes in allen Phasen des Bauens tätig. Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe bietet so dem Auftraggeber ein Bündel von Leistungen aus einer Hand, beginnend bei der Planung bis hin zur Ausführung. Seine Flexibilität ermöglicht es dem Zimmererhandwerk, sich jeder bauwirtschaftlichen Situation anzupassen.

Durch sein weit gespanntes Tätigkeitsfeld muss der Zimmerer eine Vielzahl von Informationen verarbeiten und vielfältige Aufgaben erfüllen. Der Zimmerer von heute muss nicht nur Handwerker, sondern auch Manager sein. Bei der Erfüllung seiner unterschiedlichen Aufgaben begleiten ihn die Zimmerer-Innung. So steht der Zimmerer als Mitgliedsbetrieb nicht allein auf weiter Flur, sondern in einer starken Gemeinschaft.

Die Innung bietet den Mitgliedsbetrieben folgende Leistungen:

  • Vertretung gegenüber den Interessengruppen
  • Koordinierung einer einheitlichen Politik
  • Beratung und Dienstleistungen in betrieblichen Fragen der Berufsbildung, der Technik
    und Umwelt, des Rechts sowie der Unternehmensführung
  • Kommunikationsangebote im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und zum Zweck des
    Erfahrungsaustauschs.

Für den einzelnen Mitgliedsbetrieb hat dies folgenden Vorteil:

Die Innung ist Partner in berufständischen und unternehmerischen Angelegenheiten. Sie steht dem Mitgliedsbetrieb zur Seite, indem sie rechtzeitig informiert, tatkräftig und stetig seine Interessen vertritt und jederzeit für ihn erreichbar ist.

Des Weiteren führt das gemeinsame Engagement aus Zimmereibetrieben, Zimmerer-Innungen und ihren Zimmererverbänden dazu, dass sich der Berufsstand weiterentwickelt – eine unabdingbare Voraussetzung für die Zukunftssicherung der Mitgliedsbetriebe in einem sich stetig verschärfenden Wettbewerb.


Bedeutung der Mitgliedschaft

Grundlage der Gründung der Innung ist die Handwerksordnung § 56, Abs. 1.

Die Zimmererinnung für den Kammerbezirk Leipzig wurde am 20.07.1990 mit der Genehmigung der Satzung von der Handwerkskammer zu Leipzig im Zuge der deutschen Wiedervereinigung neu gegründet. Damit erhielt sie den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Die Zimmererinnung wirkt neben den vom Gesetzgeber eingeräumten Aufgaben satzungsgemäß für die Mitgliedsunternehmen individuell und auch auf sozialpolitischem, technischem und wirtschaftlichem Gebiet.


Vorteile der Mitgliedschaft

  • Mitglieder der Innung sind gleichzeitig Mitglied im Landesinnungsverband des
    Zimmerer- und Holzbaugewerbes für Sachsen und in den Verbänden des Zimmerer-
    und Holzbaugewerbes für Mitteldeutschland e.V.
  • Kostenlose, individuelle, fachspezifische Betreuung und Beratung insbesondere auf den Gebieten:
    - Betriebswirtschaft
    - Technik
    - Tarife
    - Steuern
    - HW-Recht/Baurecht/Arbeitsrecht
    - Erlangung von Fördermitteln
    - Sozialkasse der Bauwirtschaft
    - Versicherungen
  • Mittelbare Unterstützung:
    -Vermittlung von praxisbezogenen Infos durch Rundschreibedienst,
      Fachzeitschrift „Holzbaureport“,  Weiterbildungsmöglichkeiten zu günstigen Konditionen
    - bei der Berufsausbildung
    - bei der Meisterausbildung
    - Innungsmitglieder sind Mitglieder der IKK mit günstigen Beitragssätzen