AKTUELLES

Deutsch-französische Schutzhütte für römische Glasschmelzöfen

 

19.11.2019.

Der Lehrlingsaustausch der Kreishandwerkerschaft Bonn – Rhein-Sieg mit französischen Nachwuchs-Zimmerern und -Dachdeckern hat ein weiteres dauerhaftes Ergebnis gebracht: In der Nachbarschaft der Rheinbacher Glasfachschule wurde jetzt eine Schutzhütte fertiggestellt, in der die Nachbauten eines Glasschmelz- und eines Kühlofens aus römischer Zeit sicher untergebracht worden sind. Die Eröffnung der Hütte nahmen Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz und Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher vor.

 

Die Hütte war in den Tagen zuvor von sechs Dachdecker-Auszubildenden aus der Region Blois an der Loire erstellt und mit Metall eingedeckt worden. Der Planentwurf dafür stammt von der Stadt Rheinbach, die auch für die Befestigung des Untergrunds sorgte. Die Detailplanungen übernahmen die Obermeister Andreas Hoffmann (Zimmerer-Innung) und Eckhard Behm (Dachdecker-Innung). Das Holz war in Hoffmanns Betrieb zugeschnitten und vor Ort unter fachkundiger Aufsicht und Mithilfe des Rheinbacher Zimmermeisters Mathias Hommes weiterverarbeitet worden. Die Dacheindeckung mit Stehfalzprofilen nahmen die Lehrlinge danach gemeinsam mit Eckhard Behm vor. Abschließend erfolgte gemeinsam mit Unterstützung der Glasfachschule die Verglasung der großflächigen Fenster. Um die offizielle Übergabe noch rechtzeitig bewerkstelligen zu können, mussten die Beteiligten zum Schluss noch einen wahren Endspurt einlegen.

 

Umso erfreuter zeigten sich Raetz und Radermacher über das Gelingen dieses deutsch-französischen Projekts. Viele Sponsoren hätten daran ihren Anteil. Die Hütte ausgerechnet an Totensonntag vorstellen zu können, dem Gedenktag für die Kriegsopfer, habe eine große Symbolkraft für die nach großem Leiden inzwischen erreichte Freundschaft zwischen den beiden Völkern. Dank des Bauwerks könne künftig die von den Römern praktizierte Art der Glasherstellung beobachtet und so plastisch nachvollzogen werden. Das komme nicht zuletzt den Schülern der Glasfachschule zugute. Wie dies vor sich gehen kann, verdeutlichte der Archäologe und Museumspädagoge Frank Wiesenberg während der gesamten Eröffnungszeremonie, indem er Glas erschmolz und mit der Glasmacherpfeife blies. Da in den Öfen eine Temperatur von etwa 1000 Grad herrscht, müssen sie außerhalb der Schule stehen. Dies macht die Schutzhütte nun möglich. Die beiden Lehmöfen hatte der Archäologe im vergangenen Jahr aus Anlass der Jubiläen 70 Jahre Glasfachschule und 50 Jahre Glasmuseum in Rheinbach gebaut.

Stolz auf das sehr gelungene Werk der jungen Gäste aus Frankreich waren auch die Obermeister Hoffmann und Behm. Hoffmann sprach den traditionellen Richtspruch, in dem er der Hütte und den Gästen der Feier ein langes Leben wünschte.

 

Die sechs Lehrlinge bleiben drei Wochen im Rheinland. Im Anschluss an das Projekt in Rheinbach arbeiten sie zwei Wochen lang in Betrieben der Zimmerer- und der Dachdecker-Innung, um den hiesigen Berufsalltag kennen zu lernen und damit ihr Fachwissen zu ergänzen. Den von der Kreishandwerkerschaft getragenen Austausch gibt es bereits seit 1983. Im Frühjahr geht die Reise nach Frankreich, im Herbst steht der Gegenbesuch an. Seit Beginn nahmen nahezu 1.500 Junghandwerker teil, die dabei stets auch ein Projekt für die Allgemeinheit umgesetzt haben.

 

 

    

 

 

Lossprechung 2019

 

- Bildergalerie -

 

 

 

 

 

Zimmerer-Innung entlässt sieben

Jung-Gesellen ins Berufsleben

 

Neunkirchen-Seelscheid, 5. Juli 2019.

Die berufliche Zukunft der jungen Gesellen beurteilt Andreas Hoffmann, Obermeister der Zimmerer-Innung Bonn • Rhein-Sieg, als sehr gut. „Im Zimmerer-Handwerk besteht ein großer Bedarf an jungen und gut ausgebildeten Fachkräften. Die Jung-Gesellen haben daher sehr gute Berufsaussichten. Vor allem wünsche ich mir, dass die Gesellen unserem Handwerk treu bleiben.“ Herr Hoffmann sieht eine der Hauptaufgaben des Zimmerer-Handwerks zur Sicherung des Fachkräftebedarfs darin, das Image des Berufs des Zimmerers weiter zu verbessern und die Attraktivität des Berufs herauszustellen.

Bild: Andreas Hoffmann (Obermeister), Oliver Krämer (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft)

 

Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, richtet einen Dank an die Ausbildungsbetriebe und den Prüfungsausschuss. „Sie sorgen mit Ihrem großen Engagement für bedarfsgerecht ausgebildete Fachkräfte und stärken damit auch die regionale Wirtschaft.“

 

 

Der Prüfungsausschussvorsitzende Frank Apel überreicht den Jung-Gesellen den Gesellenbrief. Er lobt die guten Leistungen gerade im praktischen Teil. Zudem präsentiert er das beste Gesellenstück und erläutert die praktische Prüfungsaufgabe.

 

 

Lossprechungsfeier findet auf dem Gelände der Zimmerei Hoja-Holz GmbH & Co. KG in Neunkirchen-Seelscheid statt.

 

An der Gesellenprüfung 2019 im Zimmerer-Handwerk nahmen sieben Prüflinge teil.

Alle sieben Teilnehmer haben bestanden:

 

Prüfling - Ausbildungsbetrieb:

Marcel Campagna - Franzen & Sohn GmbH, Bornheim

Andre Merten - Andreas Schmölz, Much

Benedikt Nellner - Franzen & Sohn, GmbH, Bornheim

Christian Rogalski - Andreas Leis, Windeck

Sebastian Sowada - Jürgen Luppus, Swisttal

Daniel Sundermann - Stefan Müller, Sankt Augustin

Niklas Zuber - Treibholz, Windeck

 

Prüfungsbeste:

Niklas Zuber, Andre Merten, Christian Rogalski

 

 

JOSEFSTAG 2019

 

- Bildergalerie -

Lossprechung 2018

 

- Bildergalerie -

ZIMMERERINNUNG

BONN●RHEIN-SIEG

Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg

Grantham-Allee 2 – 8, 53757 Sankt Augustin

 

Obermeister:

 

Herr Andreas Hoffmann

Vogelsbitze 23, 53604 Bad Honnef

 

Telefon: 02224-978083

Fax:      02224-978084

E-Mail: info(at)hoffmannhaus.com

 

Weitere Informationen:

Geschäftsführer

Herr Christian Schmitt

schmitt@khs-handwerk.de

Tel.: 02241 990 -122

 

Impressum

Datenschutz

Kreishandwerkerschaft

Bonn • Rhein-Sieg

Interner Bereich